Jackson Alves Flaschenlabel

Interview mit Jackson Alves

Jackson Alves Lettering

Jackson Alves ist einer der erfolgreichsten Kalligrafie- und Lettering-Künstler aus Brasilien. Hier beantwortet er einige meiner Fragen: Wie er mit Kalligrafie angefangen hat, und wie er seinen Alltag im eigenen Homeoffice und mit der Familie meistert. Jackson hat ein unglaubliches Portfolio und hat mit zahlreichen namhaften Kunden gearbeitet.

 

Hi, Jackson, kannst du uns ein wenig über deinen Background erzählen?

Hallo, Ana Luiza! Ich habe 2003 mein Grafikdesign-Studium in Curitiba, Brasilien, abgeschlossen. Seit 1996 habe ich in verschiedenen Bereichen des Designs gearbeitet (auch wenn mir das damals nicht bewusst war). Ich war als Technik-Zeichner angestellt und in dieser Zeit habe ich mir einiges selber beigebracht. Ich habe ebenfalls einen Master in Business Management. Seit 2012 arbeite ich Vollzeit als Kalligrafie- und Lettering-Künstler. Darauf habe ich mich bereits 2010 spezialisiert. Ah, und genauso wichtig: Ich bin verheiratet und habe zwei Töchter. Nicole ist 8 Jahre alt und lernt gerade Deutsch in der Schule, und Nivea, 4, ist meine Jüngste.

 

Wie hast du deine Leidenschaft entdeckt? Hast du dich zuerst mit Typografie beschäftigt oder mit Handlettering? Hast du während deines Studiums das Lettering entdeckt, oder hast du dich schon vorher dafür interessiert?

Einige Freunde aus der Uni haben sich damals mit Typografie beschäftigt, und das hat sicherlich meine Neugierde geweckt. Erst 2010, ermutigt von einem meiner Freunde, habe ich angefangen, Typografie zu lernen und zu üben. Der Weg hin zur Kalligrafie war dann nicht mehr weit.

 

Viele Designer bieten nur einen einzigen oder wenige Kalligrafie- oder Lettering-Stile an. Im Vergleich dazu scheinst du viele verschiedene Stile zu beherrschen. Wie kam es dazu?

Ich beobachte, dass man sich oft nur für ein Thema entscheidet. Entweder fokussiert man sich nur auf Kalligrafie oder nur auf Lettering. Ich interessiere mich aber für beide Bereiche. Lettering hat mir geholfen, einige Projekte durchzuführen, als ich noch nicht so viel Erfahrung in der Kalligrafie gesammelt hatte. Bis heute beschäftige ich mich gerne mit beiden Themen.

 

Was motiviert dich in deinem Arbeitsalltag? Wie vereinbarst du Arbeit und Familienleben?

Meine Freunde sagen, dass der Grund für meine Motivation sei, drei Frauen zu versorgen. 🙂 Aber was mich wirklich bewegt, ist die Tatsache, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen darf. Ich bin einfach nur glücklich, wenn ich Buchstaben zeichnen darf! Mein Leben ist schon ein wenig verrückt: Da ich von zu Hause aus arbeite, muss ich oft Pausen machen, um für meine Töchter da zu sein. Das bedeutet, dass ich häufig nachts arbeiten muss. Ich habe keine festen Arbeitszeiten.

 

Welche analogen Werkzeuge benutzt du regelmäßig? Und welche digitalen Tools nutzt du?

Parallel Pens, Pinsel und Brush Pens sind meine liebsten Materialien. Glyph und Adobe Illustrator sind die digitalen Hilfsmittel, die ich am häufigsten verwende.

 

Du hast nicht nur in Brasilien deine Kundschaft, sondern auch viel im internationalen Raum. Wie hast du dich im Ausland etabliert? Welche Sprache wählst du für dein Marketing?

Mit ausländischen Unternehmen zu arbeiten, hat sich ganz natürlich ergeben, nachdem ich meine Arbeit online präsentiert habe. Lustigerweise haben genau diese internationalen Jobs mir mehr Türen in Brasilien geöffnet. Am Anfang habe ich alle meine Texte auf Englisch verfasst. Mittlerweile versuche ich eine Kombination von Englisch und Portugiesisch zu schaffen.

 

Welchen deiner Onlinekurse würdest du meinen Lesern empfehlen, wenn sie ihre Kenntnisse vertiefen möchten?

Für alle, die kein Portugiesisch sprechen, empfehle ich meine Skillshare-Kurse (auf Englisch). Wenn man meine Muttersprache spricht, kann man auch meinen Kurs Custom Types 5.0 online besuchen.

 

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