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Die 12 besten Spitzfedern für Kalligrafie

Ich werde oft gefragt, welche Federn sich am besten für moderne Kalligrafie eignen. Eine richtige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, da dies vor allem eine  Entscheidung nach deinen persönlichen Vorlieben ist, aber ich hoffe euch mit meiner Erfahrung helfen zu können. Um mehr Klarheit über das Thema zu schaffen, habe ich diesen Blogpost mit viel Liebe für dich vorbereitet.

Es gibt viele verschiedene Arten von Federn, wie die Bandzugfedern, Plakatfedern, Pfannenfedern uvm., darüber werde ich in einem extra Blogpost schreiben. Am liebsten arbeite ich mit Spitzfedern und wir konzentrieren uns heute auf diese. Innerhalb der Kategorie „Spitzfedern“ gibt es sehr viele verschiedene Marken und Produkte, so dass es schwierig sein kann, die passenden Materialien zu finden.

Nicht nur die moderne Kalligrafie, auch klassische Schreibstille wie z.B. Copperplate werden mit Spitzfedern geschrieben. Diese Art von Federn hat eine sehr feine und gespaltene Spitze, die Spalte gibt vor, wie breit die Abwärtsstriche sein können. Und das ist auch die einzige „Regel“ oder „Vorgabe“, die man bei der Kalligrafie verinnerlichen sollte: Die Aufwärtsstriche sind dünn und die Abwärtsstriche sind breit.

 

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12 Spitzfedern im Test

Meistens werden die Herstellernamen und die Produktbezeichnung in die Feder geprägt und ihr könnt sie dort ablesen. Folgende Produkte sind heute in meinem Vergleich für dich dabei: Zebra G*, Nikko G*, Tachikawa G*, Brause EF66*, Brause Rose*, Brause Steno*, Hiro Leonard 40, Brause Cito fein*, Hunt 101 Imperial, Hunt 56, The Gillott 404 und Hiro Leonard 41 Crown.

Hier findest du anhand von Fotos und Beschreibungen alle Haupteigenschaften von den wichtigsten Spitzfedern, die es auf dem Markt gibt. Ich wünsche dir viel Spaß beim lesen, vergleichen und ausprobieren!

 

Zebra G* (Bild 11)

Die Zebra G ist mein all-time-favourite! Sie ist relativ groß und hat eine sehr feine Spitze. Sie ist nicht zu weich, was die Handhabung gerade für Anfänger leichter macht. Mit dieser Feder kann man sehr schöne, feine Linien zeichnen. Alle G Federn gehören die gleiche Kategorie und sind vergleichbar gut. Dennoch nutze ich die Zebra G am liebsten. Für die tolle Langlebigkeit und Vielseitigkeit wähle ich die Zebra G als Lieblingsfeder überhaupt!

Nikko G* (Bild 8)

Die Nikko G Feder gehört derselben Familie wie die Zebra G und die Tachikawa G an, und alle drei sind tatsächlich sehr ähnlich. Die Nikko G ist ebenfalls sehr beliebt bei Kalligrafie-Anfängern. Aufgrund ihrer Größe zählt sie zu den Federn, die viel Farbe aufnehmen können und somit das ständige Nachtanken überflüssig machen. Ich empfinde die Nikko G als minimal flexibler als die Zebra G.

Tachikawa G* (Bild 7)

Sie gehört ebenfalls zu der G-Familie und hat ähnliche Eigenschaften wie die Nikko G und die Zebra G. Mit der Tachikawa kann man am einfachsten sehr feine Linien zeichnen, dafür fühlt sich das Schreiben kratziger an.

Feine Unterschiede zeichnen die G Federn aus – probiere einfach aus, welche am besten zu dir passt.

Brause EF66* (Bild 4)

Die Brause EF66 ist im Gegensatz zu den oben genannten Federn ein kleineres Exemplar und zählt zu meinen Favoriten! Die EF66 ist weich und flexibel und bietet somit viel Kontrast zwischen breiten und feinen Linien.

Mit dieser Feder kannst du wunderbar mit Wasserfarben statt Tusche arbeiten, denn durch die breiteren Striche werden die wunderschönen Farbverläufe sichtbarer. Diese Feder erfordert ein bisschen mehr Geduld in der Handhabung. Man muss hier sehr oft Farbe nachtanken und außerdem passiert es nicht selten, dass die Tusche nicht sofort auf das Papier fliesst. Leider gehen sie schneller kaputt als andere, weniger flexiblere Federn, deshalb lohnt es sich, mindestens einen 3er-Pack zu kaufen.

Alles in allem bietet die Brause EF66 wunderschöne Ergebnisse, auch wenn sie ein bisschen mehr Übung erfordert.

Brause Rose* (Bild 2)

Die Brause Rose ist eine sehr große und weiche Feder, sie ist extrem flexibel und perfekt geeignet, wenn man größere Schriften schreiben möchte. Alle Linien sind mit der Brause Rose eher breiter als man es gewohnt ist, egal ob Auf- oder Abstriche. Für mich persönlich ist diese Feder nicht alltagstauglich, da ich mehr Kontrolle und feinere Linien bevorzuge. Dennoch lässt sie sich sehr schön und weich schreiben. Perfekt um neue Techniken auszuprobieren, wie zum Beispiel das Schreiben mit Aquarell-, Gouache-, oder sogar mit Acrylfarbe.

Brause Steno* (Bild 9) & Hiro Leonard 40 – Blue Pumpkin (Bild 10)

Zwei größere Spitzfedern mit wunderschönen Formen. Die Farbe Blau und die Rundungen zeichnen beide Federn aus. Persönlich finde ich die Arbeit mit der Brause Steno einfacher als mit der Hero Leonardt 40. Beide erfordern ein bisschen mehr Übung, da sie schnell „aufgeben“, wenn man ein bisschen mehr Druck ausübt.

Brause Cito fein* (Bild 6)

Eine wunderbare Feder, wenn man kaum Kontrast zwischen breiten und feinen Linien haben möchte. Aus der Typografie hast du dazu vielleicht schon mal den Begriff „Monoline“ gehört. Er steht für Schriftfamilien, die eine konstante Breite haben. Die Brause Cito bieten dennoch eine leichte Flexibilität und lässt sich schön schreiben.

Hunt 101 Imperial (Bild 1)

Die Hunt 101 Imperial bietet einen großen Linienkontrast durch eine hohe Flexibilität, sie ist sehr ähnlich wie die Brause EF66. Wie schon vorher erwähnt, erfordern die weicheren Federn mehr Übung und Vorsicht beim Schreiben, da sie sehr leicht am Papier hängen bleiben und kaputt gehen können.

Hunt 56 (Bild 3)

Das ist eine sehr feine und elegante Feder. Sie hat eine besonders feine Spitze und fühlt sich kratzig an beim Schreiben. Papierfasern werden oft an ihrer Spitze hängen bleiben. Insgesamt super Ergebnisse, vor allem bei glattem und weichem Papier.

The Gillott 404 (Bild 12)

Diese Federn sind sehr beliebt bei den Kollegen aus der USA. Ich persönlich finde es ein wenig schwierig, damit saubere Übergänge zwischen feinen und breiten Linien zu bekommen. Die feinen Aufstriche hier sind nicht so fein wie z.B. bei der Nikko G, deswegen nutze ich diese Feder eher selten.

Hiro Leonard 41 (Bild 5)

Die Königin der Federn mit der Form einer Krone (und deshalb auch ihr Spitzname Crown) ist nicht nur ein sehr schönes Exemplar, sie lässt sich auch weich und angenehm schreiben und sorgt für tolle Kontraste, weiche Übergänge und einfache Handhabung.

 

Mit Spitzfeder schreiben: Was du noch wissen musst:

Neue Federn sind wie neue Schuhe und müssen „eingelaufen“ werden. Nur dann kann man sagen, ob sie gut zu einem passen. Wenn du neue Federn kaufst, vergiss nicht, sie vor der ersten Benutzung mit Wasser und ein wenig Spülmittel zu reinigen, so dass die leichte Ölschicht von der Herstellung entfernt wird.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim ausprobieren!

Was ist deine Meinung? Welche Materialien verwendest du am liebsten? Das würde ich sehr gerne wissen.

 

Bitte beachte, dass diese meine persönliche Meinung ist. Andere Schriftkünstler werden sicherlich andere Erfahrungen gemacht haben.

*Alle mit Sternchen gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, dass ich für die Empfehlung eine geringe Provision erhalte.

 

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